Worauf bezieht sich «Mein Auto, mein Haus, mein Boot»? Der Spruch stammt aus einem Kult-Werbespot der Sparkassen aus dem Jahr 1995 und bezieht sich auf Statussymbole. Was ist ein Statussymbol oder ein Statusobjekt? Im Mittelalter waren oft Gegenstände Statussymbole, wie beispielsweise Krone, Zepter oder Hermelinpelz. Heute sind es Luxusgüter, wie teure Markenkleidung, Schmuck, Autos, Handtaschen, Elektronik – oder teure Uhren. Ganz ehrlich: Ich halte wenig davon, sich Dinge zu kaufen, um Anerkennung zu erhalten.
Doch ist eine wertvolle Uhr nur Statussymbol? Ich denke nicht. Ich habe viel Freude an meinen Uhren – weil sie mir gefallen. Und eine Uhr kann auch eine Art Belohnung sein. Udo Jürgens soll mal gesagt haben: «Nach jeder erfolgreichen Tour kaufe ich mir eine schöne Uhr.»
Ich trage meine Uhren auch deshalb, weil sie mich daran erinnern, wie wertvoll meine Zeit ist. Für mich ist dieses Thema so zentral, dass ich zuhause einen Lebenszeit-Kalender habe, der mich daran erinnert, wie viele Wochen ich bereits gelebt habe und wie viele noch bleiben. Ich sehe das als Reminder, wie endlich das Leben ist und als Aufforderung, meine Lebenszeit sinnvoll zu nutzen. Aus diesem Grund hasse ich unproduktive Zeit, Smalltalk und einfach so dahinleben – ausser es ist bewusst. Auch in der Familie sind meines Erachtens Erlebnisse wichtiger als Materielles. Ganz nach dem Motto: Kinder erinnern sich nicht an das Auto, das du gefahren hast oder an Dinge, die du ihnen gekauft hast. Sie erinnern sich an die Abenteuer, die ihr gemeinsam erlebt habt.
Und wie denkst du darüber? Wie wichtig sind dir materielle Statussymbole? Investierst du lieber in Dinge oder in Erlebnisse?
Bewusst lebende Grüsse
Martin Aue