problem and solution concept
Was ist dein Ziel? Ich meine, hast du Ziele, die dich Tag für Tag motivieren? Hast du solche Ziele privat und geschäftlich? Lassen wir die privaten Ziele einmal weg – ich komme in einem späteren, ganz speziellen Zusammenhang wieder darauf zurück. Aber was sind deine geschäftlichen Ziele? In Coachings höre ich immer wieder folgende Aussagen. Das Ziel ist es, keine Finanzprobleme mehr zu haben. Ich möchte weniger Reklamationen von Kunden und weniger Probleme generell mit Kunden sowie Lieferanten haben. Das gleiche Ziel – weniger Probleme – lässt sich natürlich auch auf die Mitarbeiter ableiten. Viele Unternehmer, die solche Ziele definieren, sind der Meinung, dass andere an ihrer Situation schuld sind. Du musst dir aber bewusst sein: Du entscheidest – auch wer dir Energie nehmen darf und wer nicht. Wie der Volksmund sagt: Jeder ist seines Glückes eigener Schmied. Wenn du das Gefühl hast, ein Opfer oder fremdgesteuert zu sein, bist du in einer Situation der Angst. Und Angst ist selten die optimale Gefühlslage, um richtige Entscheidungen zu treffen. Ein weiterer Aspekt der eben beschriebenen Problemziele ist, dass mit jeden errichten Ziel zwei neue Probleme hinzukommen. Und noch etwas: Wenn du mal ein Gespräch zum Thema Business mitverfolgst, besteht eine grosse Chance, dass man sich über Probleme und Problemziele unterhält. Fazit: Mit Problemzielen bist zwar nie allein, aber für jedes gelöste Problem kommt wieder ein neues. Und es fühlt sich weder gut an, noch kommst du vorwärts, wenn du dich auf dieser Ebene bewegst. Die nächste Ebene sind die Ego-Ziele: Der Porsche, die Jacht, die Weltreise, die Villa und so weiter. Es gibt viele Menschen, die sich mit solchen Zielen motivieren können. Tatsache ist aber auch, dass für viele der Aspekt mit dem Vergleichen hier zum Zug kommt. Es geht also nicht so sehr um den Umsatz, sondern vielmehr darum, mehr Marktanteil zu haben, als der Konkurrent – oder einen schnelleren Wagen, das grössere Haus als der Nachbar. Ego-Ziele sind im Vergleich zu Problemzielen schon selbstbestimmter, der Wir-Aspekt fehlt aber noch völlig. Im Gegenteil – deine Gedanken gehen mehr in Richtung gegen die anderen als mit ihnen. Noch eine Stufe höher sind die Kundenziele. „Wir helfen unseren Kunden, weil es uns ein Anliegen ist.“ Das ist doch einmal eine Ansage. Und wenn sie auch so gemeint ist, ist das ein echt schönes Ziel. Wenn es deinen Kunden gut geht, wird es auch dir gut gehen – weil deine Rechnungen schnell bezahlt werden, weil du weiterempfohlen wirst und so weiter. Dein Antrieb auf der Stufe Kundenziele ist es also, deinen Kunden das Leben schöner zu machen. Das heisst nicht, dass du deinen Kunden deine Angebote verschenken sollst. Warum nicht? Deine Kunden sollen auch ein gutes Gefühl haben, wenn sie bei dir kaufen. Und wenn du deine Leistungen unter Wert verkauftst, klappt das nicht. Auf der vierten und höchsten Stufe kommen die Welt-Ziele. Macht deine Unternehmung mit ihren Produkten die Welt etwas besser? Wenn ja, bist du richtig unterwegs. Wenn du zum Beispiel wachsen willst, um noch mehr Menschen weiterzuhelfen, gibt das eine ganz andere Grundlage als wenn du mehr Kohle als der Mitbewerber scheffeln willst. Brauchst du noch mehr Beispiele? Du willst Gewinn machen, damit du auch in 5 Jahren deinen Kunden noch weiterhelfen kannst, indem du in neue Technologien investierst.  Du willst noch bessere Werbung machen, damit noch mehr Menschen wissen, wo es dieses hilfreiche Produkt zu kaufen gibt. Welche Ziele motivieren also am besten – langfristig? Sehr wahrscheinlich die Weltziele. Wenn du diese noch geschickt mit einigen Kundenzielen ergänzt, bist du gut unterwegs. Ego-Ziele und Problemziele werden dich langfristig eher bremsen als vorwärtsbringen. Habe ich dich heute ein Stück vorwärtsgebracht? Energiegeladene Grüsse Martin Aue
Textquelle Stefan Merath