problem and solution concept

Was tust du, wenn du deine Kunden liebst?

Wie verhältst du dich, wenn du deine Kunden liebst? Fangen wir damit an, dass der Kunde ein Bedürfnis hat und eine Lösung sucht. Du hast schon richtig gelesen: Er sucht eine Lösung und kein Produkt. Kunden haben Bedürfnisse und suchen Lösungen, daher musst du als Anbieter auch Lösungen anbieten. Ein Beispiel gefällig? Kunden möchten keine Brille kaufen, sie wollen scharf sehen. Und was tut der Kunde nun? Er sucht. Und was tust du? Du überlegst dir, wo dich der Kunde sucht. Wenn er Zeitung liest, dann stell sicher, dass du regelmässig in der Zeitung erscheinst. By the way: Liest dein Kunde eher Inserate oder redaktionelle Beiträge? Wenn das zweite der Fall ist, musst du auch dort regelmässig auftauchen. Sucht dein Kunde auf Messen? Dann geh dort hin. Sucht er im Internet? Dann sei dort. Und was ist, wenn der Kunde noch gar nicht sucht? Du kannst prophylaktisch einen Bekanntheitsgrad aufbauen, aber das ist teuer und nicht effizient. Klar ist der Bekanntheitsgrad bei der Kaufentscheidung ein relevanter Faktor – aber eben nur einer. Und was ist, wenn sich der Kunde zwischen mehreren Anbietern entscheiden muss? Da du ihn liebst, zeigst du klar und deutlich die Unterschiede zwischen dir und den anderen Anbietern im Markt auf. Das Ziel hierbei ist, dass der Kunde schnell und einfach erkennen kann, ob ihr zueinander passt oder nicht. Und was ist, wenn sich der Kunde für dich entschieden hat? Dann lieferst du die bestmögliche Leistung ab. Aber auch genau diejenige, für die der Kunde bezahlt hat, und nicht mehr. Und falls sich doch eine Reklamation ergeben sollte, behandelst du diese in erster Priorität und lernst daraus. Der gleiche Fehler soll ja nicht noch bei weiteren Kunden passieren. Und nach dem Auftrag? Du versorgst deinen Kunden weiter mit spannenden Informationen und schaust, ob du ihm noch bei einem weiteren Bedürfnis weiterhelfen kannst. Eventuell kannst du ihm ja auch einen anderen guten Anbieter empfehlen, der ihm auch noch weiterhelfen könnte.

Hier noch ein paar Fragen: Wenn du deine Kunden liebst …

Willst du für möglichst alle Kunden da sein und für niemanden richtig? Willst du möglichst viel anbieten und über nichts richtig Bescheid wissen oder in deinem Bereich der Beste sein? Was ist wichtiger – den Nutzen für den Kunden in den Vordergrund stellen oder irgendwelche technischen Produkteigenschaften? Um was geht es mehr – um den Kundennutzen oder um den eigenen Gewinn? Was ist die richtige Reihenfolge: ein Kundenbedürfnis erkennen und dann das passende Angebot erfinden oder für ein technisches Produkt oder eine Dienstleistung, welche niemand braucht, eine Zielgruppe mit Bedürfnissen suchen? Willst du Gewinn machen, sodass sich die Firma weiterentwickeln und den Kunden noch besser weiterhelfen kann? Oder willst du möglichst günstig verkaufen, sodass das Unternehmen womöglich in 5 Jahren schon nicht mehr am Markt ist? Kundenliebende Grüsse Martin Aue