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Kundenbedürfnis oder nicht: PET-Recycling

Erfolgsbrief, KMU-Marketing

Pet

Wie lange sammelst du schon PET-Flaschen? Beziehungsweise wie viele PET-Flaschen trennst du vom normalen Haushaltsabfall und wie lange tust du das schon?
Wusstest du, dass bis vor wenigen Jahren der grösste Teil aller gesammelten PET-Flaschen verbrannt oder nach Asien exportiert wurde?
Was heisst das konkret?
Wir alle sammeln seit vielen Jahren PET im Glauben, sie einem Recylingprozess zuzuführen. Konkret gehen wir sogar davon aus, dass aus den Flaschen wieder Flaschen oder ähnliche Verpackungen entstehen. Tatsache ist aber, dass über viele Jahre in der Schweiz PET verbrannt wurde. Klar ist es immer noch besser, die Zementwerke mit Recycling-PET-Schnitzeln anzufeuern als mit Kohle. Trotzdem sind viele Menschen hier wohl von etwas anderem ausgegangen.

Ein Grossteil unserer gesammelten Flaschen wurde so lange nach China verschifft bis es verboten wurde, beziehungsweise so lange bis die Chinesen das nicht mehr wollten. Lass uns nicht darüber diskutieren, ob die Chinesen nun auch etwas mehr oder weniger Sinnvolles aus unserem PET gemacht haben oder nicht.

Es geht mir um etwas ganz anderes:
Hier wurden über Jahre Konsumenten getäuscht – und das geht nicht. Dass unter dem Deckmäntelchen von Recycling PET als Ersatzbrennstoff eingesetzt wird, mag in Bezug auf den ökologischen Fussabdruck o.k. sein. Klar ist es auch sinnvoll, mit einer Kehrichtverbrennungsanlage Strom und Heizwärme herzustellen. Aber beides ist mit Sicherheit nicht das, was sich die Konsumenten unter Recycling vorstellen. Damit wir uns richtig verstehen: Die Entsorgungsbranche macht grosse Fortschritte in der Schweiz. Und die meisten machen sicher auch einen guten Job. Die Kommunikation gegenüber dem ersten und wichtigsten Glied in der Kette aber, dem Konsumenten, war über viele Jahre hinweg lausig.


Ehrliche und transparente Grüsse
Martin Aue