Suche
Suche
Close this search box.

Im Internet automatisch Kunden und Mitarbeiter gewinnen

Wenn du dich ab und zu auf Social Media bewegst, ist dir in letzter Zeit ziemlich sicher die ein oder andere Kampagne zur Personalgewinnung begegnet. Oft handelt es sich hierbei um Videos, mit welchen potenzielle Bewerber angesprochen werden sollen. Klickst du auf den Link, wirst du nicht auf die Firmenwebseite, sondern auf eine Landingpage weitergeleitet. Dort findest du weitere Infos zum Job, kannst einige Fragen beantworten und dort dich direkt bewerben. Bei solchen Kampagnen handelt es sich um sogenannte «Funnels» oder «Trichterkampagnen». Diese können auf neue Mitarbeiter oder potenzielle Kunden ausgerichtet sein. Im Bereich Personalwerbung – insbesondere auf tendenziell trockenen Märkten, wie beispielsweise für Handwerker – schiessen solche Kampagnen und die Anbieter dafür zurzeit wie Pilze aus dem Boden.

Sind diese «Funnels» die Lösung beziehungsweise funktioniert das Ganze überhaupt? Ich habe mir in letzter Zeit für Kunden viele solcher Angebote angeschaut. Zudem habe ich auch für mich selbst einen solchen «Funnel» bauen lassen, um zu sehen, ob und wie es funktioniert. Das Fazit: Die Technologie ist spannend. Onlinewerbungskampagnen mit einer gut gemachten Landingpage zu verbinden und nachher die Interessenten noch mit einer automatisierten E-Mail-Strecke nachzubearbeiten, ist mit relativ wenig Aufwand realisierbar. Aber: Wenn im See keine Fische schwimmen, wirst du nichts angeln – auch nicht mit einer modernen Angelrute. Und genau das ist die Geschichte: Gibt es nur wenige Fische im See, werden sie mit moderner Angel zwar tendenziell eher bei dir anbeissen. Wenn es aber gar keine Fische im See hat, kannst du dir das Angeln sparen.

Mit Sicherheit sind solche Trichterkampagnen effizienter und zeitgemässer als klassische (Personal-)Werbung. Trotzdem muss auch bei deren Einsatz abgewogen werden: «Funnels», zur Gewinnung von Kunden oder Personal, sind mit relativ wenig Aufwand realisierbar – verkauft werden sie aber oft sehr teuer. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen, bevor du einen solchen Auftrag vergibst.

Herzliche Grüsse
Martin Aue

  • Kategorien